Exzenter Jig Rastex 15

807 0 Comments 1 Vorrichtungen 15 July 2021, 14:13 by
Level
0
Duration
0,00 Hours
Project Description:

Hallo Heimwerkerfreunde,

für ein kommendes Projekt mit Eiche Leimholz 20mm plane ich den Einsatz von Exzenterverbindern (Hettich Rastex 15).

Um mir nicht die Schablone “BlueJig” oder etwas ähnliches aus China kaufen zu müssen, habe ich die Schablone kuzerhand selbst gebaut (inspiriert vom Youtube-Kanal “Allgäu Custom”).

Es braucht etwas Sorgfalt und hantieren mit dem Messschieber bzw. Streichmaß, um die genauen Bohrpositionen festzulegen. Denn die Bohrlöcher müssen vor allem spiegelverkehrt passen (die Schablone wird an Brett 1 rechts angelegt und und Brett 2 links...). 

Verwendet habe ich Siebdruckreste 15mm (scheinbar schwindet das Zeug, denn es hatte nur noch 14,7mm). Damit die Bohrlöcher nicht ausleiern und ich möglichst lange etwas davon habe, wurden noch Messinghülsen eingeklebt, zum Schutz der Oberfläche und der Hülsen auch noch Beilagscheiben in entsprechender Größe.


Die genauen Maße der Brettchen sind 15 x 6,5 und 15 x 4,5 cm. Die Bohrlöcher mit 8 mm (10 mm mit Hülse) für die Holzdübel und 5 mm (6 mm mit Hülse) für die “Rastex-Schraube” (mir fällt keine bessere Bezeichnung ein) ergeben sich durch die Hälfte der Plattenstärke des Materials, das verwendet werden soll (bei mir 20mm, also Bohrloch bei 10mm). Hinzuaddiert werden muss jeweils die Stärke der Brettchen – oder besser gesagt der Abstand vom Werkstück, wenn die Schablone dort anliegt. Das Loch für den eigentlichen Exzenter hat 15mm Durchmesser (16 mm mit Hülse) und es ist 34mm von der Kante des Werkstücks entfernt. Zwischen den Bohrlöchern ist längs jeweils 40mm Abstand.

Auf den Unterseiten habe ich außerdem 12 Neodym-Magneten eingeklebt. Das erlaubt es mir Blechstreifen mit 0,5mm, 1mm oder 2mm “anzuheften”, so dass ich die Schablone auch für gängiges Plattenmaterial mit 19mm, 18mm und 16mm verwenden kann. Die Blechstreifen habe ich noch nicht. Ich hatte anfangs auch überlegt, das Jig für 22mm zu bauen, habe diese Idee aber wieder verworfen, da ich solche Maße eher bei beschichteten Spanplatten vermute, die ich aber nicht verwende.

Alles in allem ist es ganz gut geworden und nach Testbohrungen scheint es auch ausreichend genau zu sein.

Wenn ich es nochmal bauen würde, dann wäre es 3 cm breiter (also 18 statt 15). Dann könnte man das Jig mit Einhandzwingen besser befestigen, ohne die Bohrlöcher zu verdecken. Es geht mit den kleinsten von Wolfcraft grade so. Leider sind auch ein paar Sekundenkleberspuren zu sehen, bzw. eigentlich die Versuche, diesen abzuwischen.

Tja, ist halt Sekundenkleber und kein Minutenkleber, aber man lernt nie aus.

Gruß Jürgen