Spielturm

1050 4 Comments 9 Garten 22 January 2019, 21:56 by
Level
Schwer
Duration
2,00 Hours
Cost
800,00 EUR
Du brauchst

  • ca. 1qm KVH Holz
  • Terrassendielen
  • Profilhölzer
  • Zaunelemente
  • Rutsche
  • div. Farben
  • Schrauben in verschiedenen Größen
  • OSB-Platten
  • Dachschindeln
  • Plexiglas
  • Taue/Seile
  • Anhängernetz
  • Beton
  • Eisen
  • Rohre
  • Nerven, Kaffee, Zigaretten und Ruhe

  • Forstnerbohrer
  • Hammer
  • Handkreissäge
  • Kappsäge
  • Kettensäge
  • Oberfräse
  • Spaten
  • Wasserwage
  • winkel
  • Winkelschleifer
Project Description:

Phase I

Bauplatz säubern

Der „alte“ Spielturm welcher ohne Werkstatt vor 3 Jahren an 4 Abenden (bis spät in die Nacht) entstanden ist, musste weichen. Also Rückbau war angesagt, aber der Sandkasten sollte bleiben. Nach der „sauberen“ Zerlegung und Sortierung der Teile konnte mit dem Aufbau des neuen Turms begonnen werden.  

Phase II

Materialbeschaffung

Ich habe mir KVH-Hölzer in 13m länge liefern lassen und erstmal mit Hilfe meines Großen (4 Jahre) grob zugeschnitten damit diese in die Garage passten. Dabei habe ich schon den Schnittplan beachtet, und die Teile beschriftet, damit nichts durcheinander gerät.  

Phase III

"Raum"

Ich habe begonnen die Segmente, für den Raum auf dem Podest, zuzuschneiden und zu verschrauben. Herausgekommen sind zwei Segmente mit Fenster, eins mit Türöffnung und drei Wände ohne etwas. Diese habe ich dann auf der Terrasse einmal zur Probe aufgebaut und fixiert.  

Phase IV

Podest

Ich habe begonnen die Teile der unteren Balkenlage zuzuschneiden und diese dann auf Cola-Kisten in der Garage zusammengesetzt, um dann die einzelnen Teile anzupassen. Diese Teile wurden dann ebenfalls gekennzeichnet und im Anschluss gestrichen.  

Phase V

Dach

Dann habe ich begonnen das Dach zu fertigen, wie auf den Bildern zu sehen ist habe ich erneut die Kisten genutzt und das Dach in der Garage einmal aufgebaut. Im Anschluss wurde das Dach in Einzelteile zerlegt und auch gestrichen.  

Phase VI

Fundament + Säulen

Die Fundamente wurden gegossen und in dieser Phase habe ich bereits Teile meines Garagenregals, welche über waren, als Armierung eingesetzt, diese sollten nachher auch gleich eine Verbindung mit den Säulen herstellen. Am nächsten Tag habe ich dann die 160er KG-Rohre aufgesetzt, ausgerichtet, auf 1,4m Höhe abgeschnitten, und mit Hilfe der Wasserwage auf eine Höhe gebracht, anschließend mit Beton gefüllt. In ein Rohr habe ich ein Erdkabel eingelassen um evtl. Strom für den Spielturm zu haben. Ich habe H-Anker in den oberen Teil der Rohe eingesetzt, um später eine Verbindung für die Unterkonstruktion zu haben.  

Phase VII

Aufbau/Zusammenbau

Danach habe ich das Untergestell (Phase IV) aufgebaut und mit Hilfe einer Schlauchwage (Klarsichtschlauch mit Wasser gefüllt) ins „Wasser“ gebracht. Als nächstes habe ich die Segmente für den Raum (Phase III) auf die Unterkonstruktion  gesetzt, ausgerichtet und verschraubt. Zwischendurch auf einem Sonntag eben die Rohre schwarz gestrichen. Danach wurde das Dacht provisorisch aufgesetzt.

***

Fehler!!!!

Ich habe eine OSB Platte auf die untere Balkenlage gelegt um

die Dachspitze zu entlasten (mit einem Kantholz) und auch die Schrauben, Werkzeug usw. ablegen zu können.

Mein Großer war immer dabei beim Bau und hat die Chance genutzt und sich draufgestellt.

Zack war da die Idee, meines Sohnes:

„Papa, könnte ich hier einen Dachboden bekommen?“

NA TOLL (aber die Idee war genial)

***

  Danach habe ich begonnen die Veranda mit Douglasie (vom alten Turm) zu fertigen (PS: 60 Grad Schnitte sind kein Geschenk, ohne Tischkreissäge).  Ich habe auch einmal die Rauspundbretter auf die Wandsegmente geschraubt und geschnitten. Danach jedes Brett beschriftet und erneut abgeschraubt (Planänderung in der Farbgestaltung). Die Bretter für die Wände wurden dann gestrichen und erneut angeschraubt.  

Phase VIII

Dach

Ich habe das Dach wieder vom Turm entfernt und das ganze Dach auf meinen Kisten auf dem Rasen gefertigt. Dieses erschien mir einfacher da ich mich dort viel besser bewegen kann. Ich habe noch eine Gaube eingebaut, da mir das Dach sonst zu langweilig erschien und ich ein wenig Langeweile und eine Herausforderung gesucht habe. Die Folie ist nur da um zu sehen wie das Dach der Gaube in etwa verläuft, da es nur mit den ganzen Hölzern ziemlich unübersichtlich war. Da mein Sohn nun ja auch einen Dachboden haben wollte, musste dieser ja auch ein wenig Licht haben, also in die nun gebaute Gaube eine Plexiglasscheibe eingesetzt. Als alles soweit in Grundzügen fertig war, habe ich angefangen alles mit 12mm OSB zu verkleiden. Dazu habe ich ganze Platten aufgeschraubt und anschließend jede Seite mit der Handkreissäge geschnitten. Im Anschluss, bis auf das Grundgestell, wieder alles zerlegt und das Grundgestell mit der Hilfe von zwei lieben Nachbarn auf den Turm gesetzt (über 3m Höhe ohne Dach). Danach wieder mit den OSB-Platten alles verkleidet und verschraubt. Für den Dachboden habe ich 12mm OSB genutzt um diesen „begehbar“ zu machen. Die Kids haben ein paar Kanthölzer zwischen den in Phase III beschriebenen Segmente bekommen welche sie nun als Leiter nutzen.  

Phase IX

Dacheindeckung / Geländer / "Gesims"

Nach ein paar Tage Dauerregen habe ich mich entschlossen Bitumschindeln für das Dach zu verwenden,  also zum Baumarkt und ab aufs Dach. Diese habe ich mit Hilfe eines Elektrotackers befestigt. Ich musste aber feststellen, dass die Dinger extrem schwer waren und ich machte mir ein wenig Sorgen um die Statik, da ich diese nicht berechnet habe, geschweige denn berechnen könnte. Aber der Turm steht nun seit 2017 und hier oben im Norden Deutschlands und hat er schon einige Stürme überlebt, erstaunlicherweise hat er sich dabei nicht ein Stückchen bewegt. Das Geländer: Ich habe mir erst gedacht das ich Netzte anbringe, da auch ein überklettern dadurch verhindert wird. Danach sollte aber ein „Zaun“ herum. Also alles selbst schneiden und konstruieren, da die Teile aus dem Baumarkt nicht der Länge entsprachen (ca. 2m). Daraufhin habe einfach oben einen Handlauf aus 8x4 Hölzern gebaut, wo ich mit Hilfe meiner Fräse die Bretter unten eingelassen habe. Danach dann ein 8x4 Holz in den unteren Teil geschraubt (leicht nach innen versetzt) und Bretter von einem fertigen Zaun entfernt, gestrichen und angeschraubt. Noch die Rutsche angebaut und erstmal fertig. Gesims: Währenddessen habe ich auch die Verkleidung von unten an das Dach geschraubt, die Bretter w urden vorher mit Leinöl behandelt.  

Phase X

Treppenbau

Eine Treppe musste her, also zwei „Gerüstbohlen“ geschliffen und in 45 Grad abgeschnitten, aus Douglasie ein paar Stufen geschnitten und mit Hilfe von Stücken einer Dachlatte befestigt. Was soll ich sagen, ich wiege 120 KG und sie hält.  

Phase XI

zweiter Turm + Hängebrücke

Ich habe mit meiner Frau zusammen den kl. Turm vom alten Spielhaus umgesetzt und die beiden Türme dann mit einer Hängebrücke verbunden. Die Hängebrücke besteht aus einem 3 cm Seil rechts und links, an diese habe ich mit je vier Schlossschrauben pro Brett, großen Unterlegschreiben und Muttern, die Bretter befestigt. Danach zwei weitere Seile als Handlauf „gespannt“ und ein Anhängernetz, welches eine geringe Dehnung und eine Machenweite von ca. 4 x 4 cm hat, in zwei Teile geschnitten und aufgefädelt. Zum Schluss noch den Bereich unter dem Turm mit Steinen gepflastert und den Übergang zum Sandkasten mit Holz gestaltet. Noch den Sandkasten ein wenig verändert und Fertig war die Spielecke. Mittlerweile sind noch mehrere Sachen hinzugekommen, wie z.B. ein Kran, Matschküche mit 30l Wassertank, klappbarer Tisch, Tafel usw.   Ein paar Worte zur Schnittliste Das graue sind die eigentlichen längen, welche mir so geliefert wurden. Diese habe ich im ersten Schritt in zwei Teile geschnitten wie zu sehen ist z.B. beim ersten grauen 10m Länge in Teil A 5m und in Teil B 5m, die ganzen Teile beschriftet und immer alles in Ruhe. Danach im zweiten Schritt habe ich immer die Kanthölzer auf das Maß gem. Schnittliste geschnitten, beschriftet und sortiert. Es war ja immer noch ein grob zuschnitt bis auf 1-2cm und auch noch ohne jegliche Winkelschnitte. Danach bin ich nach dem zweiten Plan vorgegangen und habe die längen übernommen und mit Hilfe des Kettenaufsatzes für die Kress Handkreissäge, die Gehrungen gefertigt und natürlich soweit es ging meine Kapsäge genutzt.   Im Großen und Ganzen ein tolles Projekt und das erste das ich so ausführlich geplant habe, aber ich muss sagen ich hatte einen Eimer verschnitt (90% der Teile stammen von den Gehrungen) und ein Kantholz als Rest welches aber vorher so geplant war. Ich habe das alles nicht gelernt und auch nie beruflich damit zu tun gehabt. Deshalb übernehme ich auch keine Garantie ob das alles so richtig ist was ich gemacht habe, aber es hält und ich denke es kann sich sehen lassen. Die Kinder haben Spaß am Turm und das ist ja auch das Wichtigste.   Technische Daten Höhe Podest: ca. 160 cm Höhe Podest zum Dach: 150 cm Höhe Gesamt: über 400 cm Gewicht: ja doch, schon etwas Durchmesser: etwas über 400 cm Nerven: ein paar waren es schon Körperteile: zum glück noch alles da, ausser ein paar Schrammen
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You and 8 others
Se Bu
Wow echt Klasse. Bin schwer begeistert. Da möchte man doch gleich wieder Kind sein
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22 January 2019, 22:41
HolzMEL
Super gemacht, da hast Erinnerungen und Wissen das sie brauchen können gleichzeitig geschaffen. Ich las meinen Junior auch immer mitarbeiten, ich würde mich als bastelnder Vater schämen wenn mein Sohnemann irgendwann aus dem Haus geht und er könnte nicht mal nen Nagel gerade in die Wand hauen. Letze...View More
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22 January 2019, 23:54
Mizzu
vielen Dank. Ja das dauert noch, der große ist 6 ;). Ja der gehört zum Inventar. Den habe ich zusammen mit der Kress Handkreissäge geschenkt bekommen, habe ihn einmal komplett zerlegt und gereinigt. Naja die besten Freunde sind wir noch nicht, aber das kann ja noch werden.
23 January 2019, 7:39
Da kannste richtig stolz sein auf den tollen Spielturm. Klasse gemacht!!
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01 February 2019, 23:56