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Handhobeln! Aber wie geht das richtig und mit welchem eigentlich?

Du möchtest etwas mit der Hand hobeln?

Dann solltest du zuerst wissen, welchen Hobel du wo für verwenden musst und worauf du beim Hobeln Achten muss. Es gibt viele unterschiedliche Hobel für unterschiedliche verwendungs- Arten. Um nicht den Überblick zu verlieren, stelle ich dir in diesem Beitrag, die wichtigsten Hobel vor. Aber zuerst solltest du den Aufbau jedes Hobels kennen.

Der Aufbau jedes Hobels ist grundlegend gleich, es gibt nur Unterschiede in der Bauweise und dem Material. Der klassische Schreiner Hobel ist aus Holz. Aber es gibt auch welche aus Metall oder (eher seltener) aus Kunststoff.

 

Keilwiderlager: Es hält den Keil und das Hobeleisen fest. Über ihn wird mit dem Keil der Haltedruck aufgebaut.

Spanloch: Dieses Loch ist der Auslass für die abgetragenen Späne. Du solltest immer darauf achten, dass es nicht verstopft, da sonst Späne die auf der Klinge hängenbleiben Kratzer ins Holz machen können.

Nase: Sie ist der Haltegriff, mit dem du meist die Richtung vorgibst. Sie wird bei Rechtshändern meist mit der linken Hand festgehalten.

Hobelkasten: Er ist der Grundkörper eines Hobels und besteht aus Holz oder Metall.

Hobelsohle: Sie ist die Auflagefläche eines Hobels. Sie besteht meistens aus Weißbuche oder Pockholz. Du kannst sie mit Kerzenwachs behandeln, damit sie besser rutscht. Außerdem solltest du gut auf sie achten, denn sie ist dafür verantwortlich wie genau dein Hobel arbeitet.

Keil: Er hält das Hobeleisen Fest. Er sollte immer gut klemmen, sonst verstellt sich dein Hobel leichter. Aber wenn du fertig bist, solltest du ihn entspannen, da sonst besonders alte Hobel leichter reißen.

Hobeleisen: Das Hobeleisen auch oft nur Eisen genannt ist das Herzstück jedes Hobels. Es sollte immer scharf sein. Oft gibt es noch eine Klappe dazu, sie sitzt auf der Rückseite des Eisens. Sie sollte so eingestellt werden, dass sie nur 0,5mm1mm von der unteren klingen Seite entfernt ist. Sie lässt den Span schon weit unten brechen, damit die Oberfläche noch glatter wird. Ob der Hobel und die Klappe richtig eingestellt ist, erkennst du dann, wenn der Span wellig ist.

 

Handschoner: Es ist der Haltegriff für die Zweite Hand. Er wird bei Linkshändern meist mit der Rechten Hand bedient. Mit ihm wird der Hobel nach vorne gedrückt. Doch beachte! Arbeite nie mit Kraft, denn sie geht dir irgendwann aus. Arbeite immer mit Schwung, denn er geht dir nicht aus.

Schlagknopf: Dieser Knopf ist zum Einstellen des Hobels. Er wird mit dem Hammer bedient und ist da um den Span dünner einzustellen. Das richtig feine einstellen funktioniert nur gut, wenn der Keil fest am Keilwiderlager sitzt.

 

 

 

Arten von Hobeln:

Der Schrubhobel ist der erste in der Reihe, wenn du ein Werkstück bearbeiten willst. Er hat immer ein rundes Eisen. Mit ihm nimmst du viel Material ab und er nimmt die erste grobe Rundung aus dem Werkstück.

 

Als Zweites in der Reihe ist der Schlichthobel. Er hat ein gerades Eisen und nimmt etwas weniger Material ab. Die Oberfläche wird somit schon viel besser. Er ist der Meist genutzte Hobel.

 

Die Rauhbank ist der Längste unter den Hobeln und ist in der Flächen Bearbeitung meist der Letzte. Er hat nur noch einen Handgriff und keine Nase. Dieser Hobel nimmt nur noch sehr wenig Material ab, damit die Oberfläche nach dem Bearbeiten nicht mehr viel geschliffen werden muss.

 

 

Der Putzhobel ist Kleiner als der Schrubhobel und ist einer der feinsten Hobel. Mit ihm nimmt man nur noch einen hauchdünnen Spann ab. Mit ihm werden die Oberflächen wie der Name schon sagt geputzt. Mit ihm entfernt man die letzten Bleistiftstriche, Kratzer oder Dreck. Dieser Hobel hat immer eine klappe auf dem Hobeleisen. Sein Hobeleisen sitzt etwas Steiler im Hobelkasten als bei vielen anderen.

 

 

Als Vorletztes ist der Doppelhobel an der Reihe. Mit ihm werden die Stirn- bzw. Hirnholz Seiten in den Winkel gebracht. Er hat die ungefähre Größe des Schrubhobels. Er weißt auch über eine Klappe auf dem Hobeleisen auf.

 

 

Als letztes ist der Simshobel dran. Dieser sehr schmale Hobel ist gut für Ecken, da sein Hobeleisen über die gesamte Fläche der Unterseite reicht.

 

 

Es gibt noch besondere Hobel, die nicht so bekannt sind aber trotzdem sehr brauchbar sind.

 

Der Grundhobel ist für Nuten oder andere Vertiefungen gedacht. Er hat ein schmales Eisen und die Form seines Grundkörpers unterscheidet sich ebenfalls von allen anderen Hobeln.

 

Der FalzHobel wird heutzutage leider oft von Maschinen ersetzt. Der Vorteil dieses Hobels ist jedoch das man die Falz viel besser anpassen kann.

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Kommentare

David Hofmeister =) sowas kauft man nicht

Sowas macht man selber

Braucht man nur Säge Stemmeisen und nen Hobel
5 Monate her
David Hofmeister Und die gute alte Eiche
5 Monate her
Luhsgn David Hofmeister sehr schönes projekt. denkle so was kann auch ein schönes einsteiger projekt sein
5 Monate her
David Hofmeister Werd mal zeichnen oder evtl Fotos von den schritten machen
5 Monate her
Darklirah Gefällt mir grundsätzlich - weniger rechtschreibfehler würdens noch besser machen 😀
5 Monate her
Spaltkeil wow, toller beitrag, sowas habe ich schon länger gesucht, top!
4 Monate her

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