Hallo zusammen,

 

Wer kann mir meine Frage beantworten?

Momentan baue ich alles nur für den Eigenbedarf. Ich bin aber am überlegen ob ich ein Kleingewerbe anmelde und dann Sachen auch über eBay-Kleinazeigen oder mittels Mundpropaganda verkaufe.

Zum verkaufen denke ich da an z.Bsp.

Hochbeet, Hasenstall, Regale etc.  Mit kommender Erfahrung eventuell auch noch Couchtische oder so.

 

Jetzt meine Frage. Darf ich diese Produkte (ohne Meistertitel) verkaufen?

Reicht es ein Kleingewerbe an zu melden? Welcher buchhalterische Aufwand steckt hinter einem Kleingewerbe. 

 

Ziel soll natürlich auch nicht sein viele Produkte im Monat zu verkaufen, da ich natürlich fast nur Samstags daran arbeiten kann.

 

Über euer Feedback würde ich mich freuen.

 

Danke

 

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#1

Hallo Migo,

 

klar darfst du das verkaufen, solange du ein Gewerbe angemeldet hast. 

 

Ich würde mich nur absichern und die Kunden auf private Herstellung / Individualität hinweisen. Ebenso dass du nach Auslieferung keine Haftung übernimmst (falls sich jemand verletzt oder Ähnliches).

 

Rein rechtlich: Verkaufen? Klar!

 

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#2

hmmm, ich glaube nicht, dass du dich so einfach aus der Verantwortung für die Haftung rausziehen kannst.

Ein Hinweis auf "private Herstellung"? Was soll das denn sein? Entweder man hat ein Gewerbe und ist dann gewerblich oder nicht - mit allen rechtlichen Konsequenzen , die sich daraus ergeben (also Haftung, Gewährleistung, Garantie etc.). Wenn das so einfach wäre, könnte ja jede Firma behaupten sie würde ihre Produkte privat herstellen....

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Björn F
#3

Sehe ich ähnlich wie mein Vorredner. Man hat ja auch eine entsprechende Gewährleistungspflicht (nicht zu verwechseln mit Garantie). Ebenso sollte man sich natürlich bei Sachen mit erhöhter Gefahr damit auseinandersetzen, ggf. eine Haftpflicht für sein Unternehmen abzuschließen. In kleinerem Rahmen sicherlich erstmal noch nicht problematisch.

 

Frage ist ja sowieso immer, wie sich das Business entwickelt. 

 

@Migo: ich kann dir nur den Tipp geben, dich mal bei der örtlichen IHK zu erkundigen, was da alles auf dich zukommt. Oftmals vergeht einem dann schon die Lust, wenn man nicht wirklich ein unternehmerisches Denken und Ziel hat. Heutzutage gehört da VIEL mehr dazu, wie in deinem Fall "nur" ein Produkt herzustellen.

 

Stichworte: Verpackungsgesetz, Rechtliche Informationen, Haftpflicht, Steuern usw. Ggf gibts da in deinem Bereich noch viel mehr zu beachten. Da kenne ich mich nun leider nicht aus.

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#4

Eigenbau und als "gebraucht" verkaufen ohne Garantie/Gewährleistung......... geht das net?

Ich habe nämlich auch schon in diese Richtung gedacht.

Wenn es natürlich in finanzielle Umsatzregionen geht, dann wird wohl jeder stutzig. Aber im "kleinen Maßstab"?

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#5

Eigenbau und als "gebraucht" verkaufen ohne Garantie/Gewährleistung......... geht das net?

Ich habe nämlich auch schon in diese Richtung gedacht.

Wenn es natürlich in finanzielle Umsatzregionen geht, dann wird wohl jeder stutzig. Aber im "kleinen Maßstab"?

 

Für das Finanzamt, und darum geht es hauptsächlich, gibt es keinen "kleinen Maßstab". Wer Dinge mit Gewinnerziehlungsabsicht (auch wenn am Ende kein Gewinn erwirtschaftet wird, Stichwort "Liebhaberei) verkauft, muss das entsprechend angemeldet machen. Da gibt es kein nur "ein zwei mal im Monat/Jahr...) Schon einmal reicht. 

 

Wenn man da wirklich im "kleinen Maßstab" bleibt, ist das aber auch nicht sonderlich schwierig. Ab zur zuständigen Gemeinde oder Amt, Anmeldung erledigen und fertig. 

Nur die Steuererklärung wird dann etwas aufwändiger. da man nicht mehr nur eine einfache Steuererklärung macht, sondern da auch noch Umsätze mit aufführen muss.

Mit einem Steuerberater oder Beratungsverein ist das auch kein Hexenwerk. (solang man hinreichend weit unter den Grenzbeträgen bleibt. Und der Grenzwert liegt bei 20.000€ oder so.)

 

Bei uns gibt´s an der VHS immer wieder Vorträge über das Kleinunternehmertum, wo die wichtigsten Themen erklärt werden. Ich vermute mal, dass gibt es auch andern Regionen.

 

Grüße

Jay

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#6

Ohne das Thema jetzt ausufern zu lassen...Grundsätzlich gilt: Wo kein Kläger auch kein Richter!

Dennoch möchte ich mal folgendes zum Nachdenken geben: Da gabs mal so ne Web-Seite, die hiess dawanda.com und die genau darauf abzielte, das Hobbyisten ihre Machwerke dort zum Verkauf anbieten konnten. Aber nur so lange, bis Abmahnanwälte gezielt die Garantiebedingungen der Verkäufer durchleuchteten und dann hagelte es soviele Abmahnungen, dass die Seite dicht gemacht hat.

Weiterhin geht es hier nicht nur um Garantiebedingungen. Heute sind Umweltschutz und dergleichen ebenso wichtig. Ich hab mich mal für die Produktion von Brettspielen interessiert und Gott sei Dank vorher den Leitfaden für Spieleentwickler gelesen (Ravensburger Verlag). Da brauchst für deine Verpackung - und sei es auch nur ein Butterbrotpapier - einen GrünenPunkt o.ä., dann brauchst du für Lacke, Öle und Farben eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vom TÜV (z.B. wegen Azo-Farbstoffen etc.), Das nächste sind dann evtl. Sprüche wie "Nicht für Kinder unter X Jahren" - hier kommt es auf den genauen Wortlaut an, sonst fährt dir auch wieder einer an den Karren. Und zu guter letzt lebst du ja in der EU und bringst ein Produkt "in Verkehr" - und als "in Verkehrbringer" bist du dafür verantwortlich das dein Produkt auch ein CE-Zeichen hat!

Ich will jetzt wirklich niemand demoralisieren oder so, aber heute ist nix mehr einfach und man kann das alles hinbekommen - kostet nur nen Haufen Geld und Zeit.

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#7

Nur so als Tipp, Ich bin Schreinermeister und wer ein Betrieb oder ein Gewerbe hat muss Garantie für seine sachen geben. Sobalt du ein Gewerbe anmeldest muss du das dann auch. Allerdings würde ich an deiner Stelle kein Gewerbe anmelden. Sondern auf ebay Kleinanzeigen und solchen plattformen die Sachen zu verkaufe. Es gibt da ein paar gründe dafür und auch ein paar Nachteile.

Pro:

-Brutto gleich Netto.

-Du musst kein Gewerbe anmelden.

-Keine Garantie. Wenn man keine Ausbildung oder Meistee hat kann das für dich blöd ausgehen ( was nicht heißt dass du es nicht kannst) Alledings kommen oft beschwerden für die man nichts kann.

Kontra:

-Es ist eigentlich nicht erlaubt wenn man es regelmäßig macht.

-Du musst Gewerbesteuer bezahlen

-Mit einem Gewerbe kannst du holz im Großmarkt ohne Steuer einkaufen ( Also Mann kann es im Nachhinein absetzen)

Gruß Lukas ich hoffe ich konnte dir damit helfen.

 

 

Last update on 20 November 2020, 19:05 by Luk Gin.
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