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by Published on 25 January 2019, 17:33
Zuallererst einmal, wie immer, möchte ich drauf hinweisen, dass das meine Ansicht und meine Vorgehensweise ist. Es gibt bestimmt bessere Techniken und bessere Berichte über dieses Thema (z.B. der Hier: https://www.youtube.com/watch?v=LqAbRqhEBY4 ) aber ich möchte euch diese japanische Handwerkskunst nicht vorenthalten.

 

1. Die Materialien präparieren!

Bei Kumiko fängt man normalerweise damit an, festzulegen, wie groß das Raster werden soll. Hier, am Beispiel der Lampe, ist es 2x2 Felder groß und die Felder haben 5x5 cm.

Jetzt brauchst du ein Holz, dass bei unserem Beispiel, entlang der Maserung, etwa 12 cm ist. Quer zur Maserung kann es so breit sein, wie du brauchst. ( Anzahl der benötigten Streifen*Sägeblattstärke*2+etwa 5 cm Verschnitt) Wie symbolisch durch die Bleistiftstriche auf dem Holz in dem Bild dargestellt, muss man nun mit der Tks drei Nuten, halb so tief wie die Dickte des Stückes, sägen (ganz wichtig: quer zur Maserung). Hierbei ist es wichtig, auf einen gleichmäßigen Abstand zu achten.

Die Dicke deines Sägeblattes mit der du vorher die Nuten geschnitten hast, musst du dir nun als Breite am Parallelanschlag deiner Tks einstellen.

Aus dem Stück mit den Nuten schneidest du jetzt viele Streifen, die genau in die Schlitze passen (Achtung: Säge mit der Maserung!).

Mit der gleichen Einstellung schneidest du jetzt viele Streifen, die später für das Inlay verwendet werden.

Kleiner Tipp: Meine Streifen schneide ich immer aus 18mm Leimholz, damit ich die fertigen Muster einfach mit der Bandsäge halbieren kann und so aus einem Dicken zwei dünne Muster bekomme.

 

2. Das Raster verleimen!

Die Überschrift sagt eigentlich schon alles. Achte nur auf den Rechten Winkel sonst kannst du das ganze am Ende wegschmeißen und versuche den flüssigen Leim aus den Ecken zu bekommen.

3. Die Winkel passgenau schneiden!

Da dieser Schritt im Video gut erklärt wird gehe ich gar nicht groß drauf ein und nenne nur die wichtigsten Punkte.

Für diesen Schritt brauchst du ein par Vorrichtungen. Auf dem Bild siehst du welche für den Tellerschleifer. Man benötigt jeweils eine 45 Grad, 22,5 Grad und eine 67,5 Grad Vorrichtung.

Es gibt auch welche um die Winkel per Hand zu Schneiden (siehe Video).

Das Ganze ist quasi eine Ausprobiererei bis es passt.

Wenn man das Werkstück am Anschlag um 180 Grad dreht, kann man die Schnittstelle der Winkel genau in der Mitte platzieren.

 

4. Nochmal Leimen!

Jetzt klebst du noch die Inlay Stücke ein und dein Muster ist fertig.

Achte auch Hier auf den überschüssigen Leim!

 

Dieser Beitrag sollte nur als Einführung ins Thema gelten, da ich das Gefühl hatte, dass ich fast der Einzige bin, der diese Technik überhaupt kennt. Das war nur ein kürzerer Blog aber hoffentlich für den ein oder Anderen brauchbar.
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Darklirah
Na ein echter Bastler lässt sich doch vor dem Minus nicht abhalten, er übersieht es einfach und stellt den Leimbottich in warmes Wasser - Lach 1f600.png
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07 February 2019, 15:57
Markus Kuhn
Wow einfach top!!! Ist super geworden und schön. 1A Sahne!!! Jeder bringt was neues und es ist nicht perfek!? Muß auch nicht!, wir sind keine Hochqualifizierten Holzhandwerker sondern Heimwerker Helden!!! Mach es so wie ich, das erste ist der Prototyp und das nächste wird feiner und ausgereifter! Be... View More
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27 February 2019, 15:56
Darklirah
Kannst du mal Bilder deiner Rasseln zeigen? Interessiert mich 1f600.png
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05 March 2019, 13:23
Markus Kuhn
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05 March 2019, 14:35
Darklirah
Thx, gefällt mir wirklich gut , hast du das Holz lakiert?
05 March 2019, 16:44
Markus Kuhn
Ne nur mit Schleifpapier geschliffen
05 March 2019, 18:20